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Wir haben eine starke Basis

Die Energie ist im Wandel – das spüren wir auch, wenn wir unsere Projektstruktur betrachten: Bei SES ist weit mehr als ein Drittel der Ingenieure in Projekten der erneuerbaren Energie tätig, egal ob es um Sonnenenergie, Windkraft, Wasserkraft, Erdwärme oder Biomasse geht. Unübersehbar also, dass wir uns den gestiegenen Ansprüchen flexibel stellen. Bisher wurde der Energiebedarf zu einem Großteil aus fossilen Energien gedeckt. Diese Energieträger – wie Kohle, Erdöl und Erdgas – sind endlich und wachsen nicht nach. Dem gegenüber stehen die erneuerbaren Energien, die nahezu unbegrenzt verfügbar sind. Allerdings darf dabei die Abhängigkeit von Standort und Wetter nicht vergessen werden: Wir denken bei unseren Lösungsansätzen an die zukünftigen Generationen, indem wir vorhandene Ressourcen so effizient wie möglich nutzen und in gesamtheitlichen Systemen denken.

  • Kohle und Gas

    Wir machen konventionelle Kraftwerke fit für die Zukunft
    Vor 80 Jahren setzten wir mit konventioneller, auf Kohle basierender Kraftwerkstechnik neue Maßstäbe. Die Steinkohle ist bis heute ein wichtiger Bestandteil eines sicheren und günstigen Energiemixes. STEAG betreibt in Deutschland sieben Steinkohlekraftwerke und ein Raffinerie-Kraftwerk, sowie 3 Steinkohlekraftwerke an internationalen Standorten. Industrie und öffentliche Versorger gehören gleichermaßen zu den Abnehmern des Stroms.

    Unsere Bestandskraftwerke werden fortwährend optimiert, sodass die Energiegewinnung aus Steinkohle immer wirtschaftlicher und flexibler wird. Parallel dazu baut STEAG sein Erzeugungsportfolio auf Basis erneuerbarer Energien aus. Rund 100 Anlagen laufen mit Biomasse, Bio- oder Grubengas und Geothermie. Weitere rund 100 werden als dezentrale Energie-Contractinganlagen betrieben.

    Einige unserer Anlagen erzeugen Strom und Wärme. Dezentrale Erzeugungsanlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und thermische Anlagen sind unsere Kernkompetenz. Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung kann mit jedem Brennstoff genutzt werden, d.h. mit fossilen Energien ebenso wie mit den regenerativen Energien, die ebenfalls einen thermischen Prozess nutzen. STEAG Energy Services bearbeitet seit vielen Jahrzenten zudem Projekte von energiewirtschaftlichen, kommunalen und industriellen Partnern, so z.B. hocheffiziente Gaskraftwerke. Ob es um konventionelles Erdgas als Brennstoff oder um Sonderbrennstoffe wie Kokerei- oder Restgase aus der chemischen Produktion geht, immer befindet sich der flexible, umweltverträgliche und wirtschaftlichste Betrieb im Fokus unserer Arbeit.

    Wir stehen für den sicheren, günstigen und vor allem zukunftsfähigen Energiemix. Dafür greifen wir auf unsere eigene langjährige Betriebserfahrung, IT-Wissen und Ingenieur-Expertise zurück – in dieser Kombination übrigens einzigartig.

  • Müll- und Reststoffe

    Wir haben die Erfahrung – auch wenn es um Abfall geht
    In Deutschland stellt die thermische Abfallbehandlung eine der tragenden Säulen der Abfallentsorgung dar. SES ist von Beginn an als planender Ingenieur dabei. Die ersten Anlagen wurden bereits in den 1980-er Jahren betreut. Auch für STEAG als Investor ist dieses ein vertrautes Geschäftsfeld. Der Konzern übernahm zuletzt die Anteile des Energieversorgers Vattenfall an der Thermischen Abfallbehandlung Lauta (T.A. Lauta) in Sachsen sowie des Industriekraftwerks (IKW) Rüdersdorf bei Berlin. Zusammen verfügen die Anlagen über eine Müllverbrennungskapazität von 475.000 Tonnen pro Jahr.

    Wir planen und erstellen thermische Anlagen für die Abfallverwertung und Beseitigung von Restabfall, Ersatzbrennstoffen, Sonderabfall und Produktionsrückständen. Abfälle, deren stoffliches Recycling unwirtschaftlich wäre, ersetzen damit primäre Energieträger.

    Dieser Ansatz wird unter Beteiligung von SES beispielsweise in der Abfallverbrennungsanlage Lauta sowie im Industriepark Höchst umgesetzt. Zudem vertreiben und implementieren wir sensorgestützte Regelungssysteme zur Optimierung und Effizienzsteigerung der komplexen Verbrennungsprozesse in den Abfallbehandlungsanlagen.

  • Biomasse

    Vermeidung von über 380.000 Tonnen Kohlendioxid im Jahr – mit Holz
    Biomasse kommt eine wichtige Rolle in einem breiten Energiemix zu. Bundesweit werden von STEAG 550.000 Tonnen Biomasse in Form von Alt-, Wald-, Industrie- und Flurholz in Energie umgewandelt. Dabei konzentrieren wir uns auf thermische Energieerzeugungsanlagen mit Kraft­Wärme­Kopplung (KWK) und versorgen Kommunen, Industrie­ und Gewerbebetriebe sowie private Haushalte mit Strom und Wärme. Natürlich hocheffzient und umweltverträglich.

    STEAG betreibt acht Biomasse-Anlagen, die in Kraft-Wärme-Kopplung arbeiten. Die erzeugte Wärme wird in Fernwärmenetze eingespeist oder als Prozessdampf an die Industrie geliefert. Mit Hilfe der CO2-neutralen Verbrennung von Biomasse werden im Jahr über 380.000 Tonnen Kohlendioxid vermieden.

    SES beschäftigt sich mit weiteren Möglichkeiten der Biomassenutzung weltweit, z.B. mit der Torrefizierung in Namibia, bei der es sich um eine thermische Aufbereitung von Biomasse unter Luftabschluss bei ca. 300 °C handelt. Ziel des Verfahrens ist es, einen biogenen, d. h. CO2­neutralen Brennstoff mit kohle-ähnlichen Eigenschaften zu generieren. Weitere Beispiele sind die Monoverbrennung in Großbritannien oder Brasilien und die Mitverbrennung auf den Philippinen.

    Mit unseren Referenzprojekten belegen wir die Vielseitigkeit und Flexibilität unserer Arbeit im Bereich der energetischen Nutzung von Biomasse, biogenen Abfällen und Reststoffen.